Hier wird beschrieben, wie Sie die Fernverwaltungs- und Servicefunktionen der HMC mit Ihrem Netz verwenden.
Die HMC unterstützt die folgenden Arten einer logischen Kommunikation:
- HMC zu verwaltetem System: Diese Art der Kommunikation wird verwendet, um den Großteil der Hardwaremanagementfunktionen auszuführen, bei denen die HMC Steuerfunktionsanforderungen über den Serviceprozessor des verwalteten Systems ausgibt.
- HMC zu logischer Partition: Diese Art der Kommunikation wird zur Erfassung plattformbezogener Informationen (Hardwarefehlerereignisse, Hardwareinventar) von den Betriebssystemen verwendet, die auf den logischen Partitionen ausgeführt werden, sowie zur Koordination bestimmter Plattformaktivitäten (dynamisches LPAR, Reparatur bei eingeschalteter Einheit) mit diesen Betriebssystemen. Wenn Sie die Funktionen zu Service- und Fehlerhinweisen verwenden möchten, müssen Sie diese Verbindung unbedingt herstellen.
- HMC zu fernen Benutzern: Diese Art der Kommunikation stellt fernen Benutzern Zugriff auf die HMC-Funktionalität bereit. Ferne Benutzer können auf folgende Arten auf die HMC zugreifen:
- Mit dem fernen Client, um über Remotezugriff auf alle Funktionen der HMC-GUI zuzugreifen
- Mit SSH, um über Remotezugriff auf die HMC-Befehlszeilenfunktionen zuzugreifen
- Mit einem virtuellen Terminalserver, um über Remotezugriff auf virtuelle logische Partitionskonsolen zuzugreifen
- HMC zu Service-Provider: Diese Art der Kommunikation wird zum Übertragen von Daten (z. B. Hardwarefehlerberichte, Bestandsdaten und Mikrocodeaktualisierungen) zum und vom Service-Provider verwendet. Sie können diesen Kommunikationspfad für automatische Serviceaufrufe verwenden.
Die HMC unterstützt bis zu drei separate physische Ethernet-Schnittstellen.
Bei der Desktopversion der HMC bestehen diese aus einem integrierten Ethernet-Adapter und bis zu zwei Plug-in-Adaptern. Bei der in ein Rack eingebauten Version bestehen diese aus zwei integrierten Ethernet-Adaptern und maximal einem Plug-in-Adapter. Verwenden Sie die einzelnen Schnittstellen auf folgende Arten:
- Eine Netzschnittstelle kann exklusiv für die Kommunikation zwischen HMC und verwaltetem System verwendet werden. Dies bedeutet, dass sich nur die HMC und die Serviceprozessoren des verwalteten Systems in diesem Netz befinden.
Obwohl die Netzschnittstellen zu den Serviceprozessoren für SSL (Secure Sockets Layer) verschlüsselt und kennwortgeschützt sind, kann die Sicherheit für diese Schnittstellen durch ein separates dediziertes Netz erhöht werden.
- In der Regel würde eine weitere Netzschnittstelle für die Netzverbindung zwischen der HMC und den logischen Partitionen auf den verwalteten Systemen, d. h. für die Kommunikation zwischen der HMC und den logischen Partitionen verwendet. Weitere Informationen zum Konfigurieren der HMC für die Verbindung mit einem Netz finden Sie unter HMC mit der HMC-Konfigurationsprüfliste konfigurieren. Weitere Informationen zu den Kommunikationsoptionen für logische Partitionen finden Sie unter
Communications options for logical partitions.
- Die dritte Schnittstelle ist eine optionale zusätzliche Ethernet-Verbindung, die zur Fernverwaltung der HMC verwendet werden kann. Diese dritte Schnittstelle kann auch verwendet werden, um eine separate HMC-Verbindung zu verschiedenen Gruppen logischer Partitionen zu besitzen.
Dies ist z. B. der Fall, wenn Sie über ein Verwaltungs-LAN verfügen möchten, das von dem LAN getrennt ist, auf dem die üblichen Geschäftstransaktionen aktiv sind. Ferne Administratoren könnten dann mit dieser Methode auf HMCs und andere verwaltete Einheiten zugreifen.
Manchmal befinden sich die logischen Partitionen in verschiedenen Netzsicherheitsdomänen - möglicherweise hinter einer Firewall -, so dass in jeder der beiden Domänen verschiedene HMC-Netzverbindungen realisiert werden sollen.
Weitere Informationen zur physischen Verkabelung von HMC und verwaltetem System finden Sie unter Server verkabeln.