Migration von SUSE Linux Enterprise Server 9 abschließen

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Migration von SUSE Linux Enterprise Server 9 abzuschließen.

  1. Erstellen Sie einen virtuellen SCSI-Server und SCSI-Client, indem Sie auf der Client-Partition (Linux-Partition) die folgenden Schritte ausführen:
    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der HMC auf das Partitionsprofil dieser Partition, und wählen Sie Merkmale aus.
    2. Wählen Sie die Registerkarte Virtuelle E/A aus.
    3. Sind keine Client-SCSI-Adapter vorhanden, erstellen Sie unten auf der Registerkarte einen Client-SCSI-Adapter. Beim Erstellen eines Client-SCSI-Adapters müssen Sie Folgendes angeben:
      • Wählen Sie den Adaptertyp Client aus.
      • Überprüfen Sie, ob er unter Ferne Partition auf die korrekte Server-Partition zeigt, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden.
      • Die Nummer des virtuellen Bereichs der fernen Partition muss mit der Steckplatznummer für den SCSI-Server auf der Partition übereinstimmen, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden.
    4. Wählen Sie die Registerkarte Stromversorgungssteuerung aus.
    5. Wählen Sie unter Hinzuzufügende Partitionen mit Stromversorgungssteuerung die Partition aus, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden.

    Gehen Sie auf der Server-Partition, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden (i5/OS-Partition), wie folgt vor:

    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der HMC auf das Partitionsprofil dieser Partition, und wählen Sie Merkmale aus.
    2. Wählen Sie die Registerkarte Virtuelle E/A aus.
    3. Sind keine Client-SCSI-Adapter vorhanden, erstellen Sie unten auf der Registerkarte einen Client-SCSI-Adapter. Beim Erstellen eines Client-SCSI-Adapters müssen Sie Folgendes angeben:
      • Wählen Sie den Adaptertyp Server aus.
      • Überprüfen Sie, ob er unter Ferne Partition auf die korrekte Client-Partition zeigt, die Ressourcen von ihm erhält.
      • Die Nummer des virtuellen Bereichs der fernen Partition muss mit der Steckplatznummer für den SCSI-Client auf der Linux-Partition übereinstimmen.
  2. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Netzwerk-Server-Beschreibung für die Benutzung der virtuellen SCSI zu erstellen und zu konfigurieren:
    1. Erstellen Sie die Netzwerk-Server-Beschreibung, und verbinden Sie den migrierten NWS-Speicherbereich (NWSSTG). Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:
      1. Geben Sie in eine i5/OS-Befehlszeile auf der Partition, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden, den Befehl CRTNWSD (NWS-Beschreibung erstellen) ein, und drücken Sie die Taste F4 (Bedienerführung).
      2. Geben Sie die folgenden Informationen an:
        NWSD (Geben Sie einen Namen für die Netzwerk-Server-Beschreibung an)
        RSRCNAME (*AUTO)
        TYPE(*GUEST)
        ONLINE (*NO oder *YES)
        PARTITION ('Geben Sie den Namen der logischen AIX- oder Linux-Partition an')
        CODEPAGE (437)
        TCPPORTCFG (*NONE)
        RSTDDEVRSC (für virtuelle CD-Einheiten und Bandeinheiten) (*NONE)
        SYNCTIME (*TYPE)
        IPLSRC (*STMF)
        IPLSTMF (*QOPT)
        IPLPARM (*NONE)
        PWRCTL (*YES)
        Anmerkungen:
        1. Nach der Installation müssen Sie einen Parameter root festlegen, wenn das Stammdateisystem (/) nicht auf der ersten Partition der ersten Platte installiert ist.
        2. Benutzen Sie für IPLSTMF den Pfad, der im Installationsdokument der Linux-Variante empfohlen wird. Ein Beispiel ist /QOPT/SU90.001/install.
        3. Geben Sie entweder den Partitionsnamen oder die Partitionsnummer ein, aber nicht beides.
      3. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den NWS-Speicherbereich zu verbinden:
        1. Geben Sie in eine i5/OS-Befehlszeile den Befehl ADDNWSSTGL (NWS-Speicherbereichsverbindung hinzufügen) ein. Drücken Sie dann die Taste F4.
        2. Geben Sie in der Anzeige NWS-Speicherbereichsverbindung hinzufügen (ADDNWSSTGL) die folgenden Parameterwerte ein. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
          • Geben Sie in das Feld Netzwerk-Server-Beschreibung den Namen der Netzwerk-Server-Beschreibung ein.
          • Geben Sie in das Feld Dynamische Speicherbereichsverbindung den Wert *YES ein, damit der NWS-Speicherbereich für die Partition dynamisch verfügbar ist (d. h., ohne dass die Linux-Partition erneut gebootet werden muss).
          • Geben Sie in das Feld Laufwerkfolgenummer die Verbindungsfolgeposition ein, die Sie verwenden wollen.
    2. Suchen Sie die DFV-Adapter des Typs 290B, die die virtuellen SCSI-Verbindungen sind. Geben Sie den Befehl WRKHDWRSC *CMN und dann eine 7 (Informationen über den Ressourcennamen anzeigen) ein. Passen Sie den Adapter an den Steckplatz an, und geben Sie den Ressourcennamen des Adapters (beispielsweise CTL07) in die Ressourcennamendatei der Netzwerk-Server-Beschreibung ein.
  3. Aktivieren Sie die Linux-Partition über die HMC, falls dies noch nicht erfolgt ist. Klicken Sie zum Aktivieren der Partition mit der rechten Maustaste in der HMC auf die Partition, und wählen Sie Aktivieren aus.
  4. Öffnen Sie ein Terminalfenster für die Linux-Partition. Klicken Sie zum Öffnen eines Terminalfensters mit der rechten Maustaste auf die Linux-Partition, und wählen Sie Terminalfenster öffnen aus. Das Aktivieren und Herunterfahren der Linux-Partition sind wichtige Schritte zur Vorbereitung der Partition, bevor die Netzwerk-Server-Beschreibung angehängt wird.
  5. Fahren Sie die Linux-Partition über die HMC herunter. Klicken Sie zum Herunterfahren der Partition mit der rechten Maustaste in der HMC auf die Partition, und wählen Sie Partition herunterfahren aus.
  6. Legen Sie die erste CD in das CD-ROM-Laufwerk der i5/OS-Partition ein, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden.
  7. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Netzwerk-Server-Beschreibung anzuhängen:
    1. Geben Sie den Befehl WRKCFGSTS *NWS ein. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
    2. Geben Sie eine 1 neben die Netzwerk-Server-Beschreibung ein, die Sie starten wollen. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
  8. War das Anhängen erfolgreich, wählen Sie die Option zum Booten des installieren Systems (boot installed system) im Terminalfenster aus.
  9. Das Booten scheitert, da die Datei /etc/fstab nicht korrekt ist. Geben Sie das Root-Kennwort ein, und führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Datei fstab zu korrigieren:
    1. Hängen Sie die Stammpartition durch Eingabe des folgenden Befehls wieder an:
      mount -t <FS-Typ> -o remount,rw <Stammdatenträger> /
      Anmerkung: Ein Beispiel für den FS-Typ ist reiserfs, und ein Beispiel eines Stammdatenträgers ist /dev/sda3.
    2. Ändern Sie das Format der virtuellen iSeries-Einheiten. Diese Änderungen werden normalerweise in der Datei /etc/fstab vorgenommen. Ändern Sie die Namen in der Datei fstab anhand der folgenden Tabelle.
      Virtuelle Einheit Vorheriger Name Neuer Name
      Virtuelle Platte /dev/iseries/vdxx /dev/sdxx
      Virtuelle CD /dev/iseries/vcdxx /dev/srxx
      Virtuelles Band /dev/iseries/vtxx /dev/stxx
      Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Datei fstab zu bearbeiten:
      1. Geben Sie cd / ein, um die Datei zu suchen.
      2. Geben Sie cd etc ein.
      3. Geben Sie vi fstab ein.
      4. Ändern Sie die virtuellen Einheiten anhand der Tabelle oben.
      5. Speichern und verlassen Sie die Datei durch Drücken der Taste Esc und Eingabe von :wq!.
  10. Geben Sie Exit ein. Die logische Linux-Partition startet erneut.
    Anmerkung:
    1. An diesem Punkt kehrt die Linux-Partition zu dem Installationsserver zurück, in dem Sie den installierten Server starten können.
    2. Vor dem Starten müssen Sie möglicherweise Module für die gesamte an die Partition angeschlossene Hardware installieren. Weitere Informationen enthält die Dokumentation der Linux-Variante.
    3. Beim Starten erscheinen möglicherweise einige Nachrichten über Netzwerkfehler. Diese Fehler können ignoriert werden.
  11. Ist das erneute Starten des Servers abgeschlossen, fügen Sie der Zeile 'INITRD' der Datei /etc/sysconfig/kernel den Wert ibmvscsic hinzu, und entfernen Sie den Wert viodasd (falls vorhanden) aus dieser Datei.
  12. Nehmen Sie an der Datei /etc/lilo.conf die folgenden Änderungen vor:
    1. Ändern Sie die Zeile boot in 'boot=<Pfad zu der PReP-Boot-Partition>'
    2. Ändern Sie die Zeile root in 'root=<Pfad zu der Root-Partition>'
    3. Fügen Sie unter boot 'activate' hinzu.
    4. Löschen Sie alle zusätzlichen Zeilen boot in der Nähe des Dateianfangs.
    Anmerkung: Ein Beispielpfad zu der PReP-Boot-Partition ist /dev/sda1, und ein Beispielpfad zu der Stammdatenträger-Partition ist "/dev/sda3".
  13. Installieren Sie den neuen Kernel mit dem folgenden Befehl:
    rpm -Uvh <Kernel-RPM>
    Anmerkung: Überprüfen Sie, ob Sie sich in dem Verzeichnis befinden, in das die Sicherungsdatei übertragen wurde.
  14. Fahren Sie die logische Linux-Partition herunter.
  15. Rekonfigurieren Sie die Netzwerk-Server-Beschreibung so, dass die Partition von dem NWS-Speicherbereich (NWSSTG) gestartet wird. Weitere Informationen enthält die Dokumentation der Linux-Variante.

    Geben Sie die folgenden Informationen an:

    NWSD (Geben Sie einen Namen für die Netzwerk-Server-Beschreibung an)
    TYPE(*GUEST)
    ONLINE (*NO oder *YES)
    PARTITION ('Geben Sie den Namen der logischen AIX- oder Linux-Partition an')
    CODEPAGE (437)
    TCPPORTCFG (*NONE)
    RSTDDEVRSC (für virtuelle CD-Einheiten und Bandeinheiten) (*NONE)
    SYNCTIME (*TYPE)
    IPLSRC (*NWSSTG)
    IPLSTMF (*NONE)
    IPLPARM (*root)
    PWRCTL (*YES)
    Anmerkung: Benutzen Sie für IPLPARM das Verzeichnis, in dem sich der Linux-Kernel befindet.
  16. Starten Sie die logische Linux-Partition.
  17. Wollen Sie die Stromversorgungssteuerung der Linux-Partition von i5/OS und der HMC aktivieren, laden Sie die RPMs DynamicRM und Diagela herunter. Die Website für Linux-Unterstützung enthält alle Anweisungen, die zum Installieren der Anwendungen benötigt werden.

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