Zeitrahmen für das Upgrade

Wenn Sie sich mit den allgemeinen Phasen eines Upgrades vertraut gemacht haben, können Sie den Zeitaufwand für ein Upgrade ermitteln.

In dem folgenden Zeitrahmen werden die verschiedenen Phasen bei einem normalen Upgrade beschrieben. Der Zeitrahmen umfasst den gesamten Prozess von dem Beginn der Planung des Upgrades bis hin zum Abschluss der Vorbereitung des Zielservers für die Produktion. In der Beschreibung der einzelnen Phasen sind der Umfang der Phasen und die Ergebnisse nach Abschluss der Phasen aufgeführt. In der rechten Spalte der Tabelle ist der geschätzte Zeitaufwand für die betreffende Phase aufgeführt. Bei dieser Schätzung wird vorausgesetzt, dass alle benötigten Ressourcen verfügbar sind. Sind komplexe Upgrades durchzuführen oder nicht immer alle benötigten Ressourcen verfügbar, kann das Upgrade länger dauern.

Weitere Informationen zum Schätzen des Zeitaufwandes für die Installation der i5/OS-Software und anderer Lizenzprogramme enthält das Thema "Zeitaufwand für Softwareinstallation schätzen".


Grafik mit den sechs Phasen und dem Zeitaufwand eines Upgrades

Bei Ihrem speziellen Upgrade können einige oder aber alle Phasen eines vollständigen Upgrade-Prozesses erforderlich sein.

Phase Beschreibung der Phase Zeitaufwand
Planung Zu dieser Phase gehört die Erstellung eines detaillierten Projektplans. Achten Sie bei der Planung besonders auf Faktoren wie eine Lösung, eine Aufgabenliste, einen Zeitrahmen und einen Projektzeitplan. Ermitteln Sie, welche Hardware, Software und Services für den neuen Server als Ergebnis der gewünschten Lösung erforderlich sind. Ermitteln Sie zudem die Voraussetzungen, die zur Unterstützung der neuen Hardware und Software erforderlich sind. Sie müssen Faktoren wie die Sicherung und Wiederherstellung und die mögliche Dauer der Nichtverfügbarkeit des Systems während des Upgrades berücksichtigen und überlegen, ob für eine bestimmte Zeit Quellen- und Zielserver nebeneinander betrieben werden sollen. 2 Wochen
Bestellung Zu dieser Phase gehört die Analyse des detaillierten Plans, den Sie in der Planungsphase zusammen mit dem Reseller oder mit IBM erstellt haben. Dabei muss beispielsweise überprüft werden, ob das Upgrade realisierbar ist, welche Risiken mit dem Upgrade verbunden sind und ob Ihre Anforderungen erfüllt sind. Geht aus der Analyse hervor, dass alles akzeptabel ist, können Sie die Bestellung aufgeben. 1 Tag
Vorbereitung Zu dieser Phase gehört die Vorbereitung des Servers für ein Upgrade. Zu den Aufgaben in dieser Phase gehören:
  • Umgebung und Server vorbereiten. Hierzu gehört das Hinzufügen, Ersetzen oder Entfernen eines Hardware-Features, das Aktivieren inaktiver Ressourcen und das Umbauen einer Erweiterungseinheit. Je nach Hardwarekompatibilität müssen Sie vor dem Ändern eines Hardware-Features oder dem Umbauen einer Erweiterungseinheit möglicherweise ein Software-Upgrade vornehmen.
  • Server bereinigen, beispielsweise durch das Entfernen von fehlerhaften Ressourcen oder von Ressourcen ohne Rückmeldung, das Entfernen von nicht unterstützten Platteneinheiten und das Löschen von Einheitenkonfigurationen.
  • Daten sichern.
  • Als Vorbedingung erforderliche Hardware und Software installieren.
  • Vollständigkeit der Prüflisten sicherstellen (einschließlich der Liste zur Überprüfung der korrekten Ausführung der vor der Hardwareinstallation erforderlichen Aufgaben).
2 Wochen
Aufgaben vor Beginn der Installation In dieser Phase muss überprüft werden, welche Aufgaben bisher ausgeführt wurden und ob das Upgrade jetzt ausgeführt werden kann. Zudem müssen alle erforderlichen Serverinformationen für den autorisierten Service-Provider zusammengestellt werden. Ermitteln Sie, ob noch Arbeitsschritte ausgeführt werden müssen. Wenn Sie feststellen, dass alle bisher erforderlichen Arbeiten erledigt wurden, wird im nächsten Schritt ein Zeitpunkt für eine Besprechung mit dem autorisierten Service-Provider vereinbart. Bei dieser Besprechung können Sie dem autorisierten Service-Provider alle relevanten Informationen wie beispielsweise die Konfiguration des Zielservers übergeben. 1 Tag
Installation

Als eine der ersten Aufgaben muss die Software installiert werden. Installieren Sie die Software mehrere Wochen vor dem Hardware-Upgrade auf dem Quellenserver.

Die Aufgaben bei der Planung, Bestellung und Vorbereitung sowie die Aufgaben vor Beginn der Installation liegen fast vollständig in der Zuständigkeit des Kunden. Es stehen Services als Hilfe bei diesen Phasen des Upgrades zur Verfügung. Haben Sie die Aufgaben in diesen Phasen ausgeführt, kann der autorisierte Service-Provider das Hardware-Upgrade ausführen. Nach dem Hardware-Upgrade wird der neue Server und dessen physische Konfiguration zwecks Überprüfung an den Kunden übergeben.

1 Tag
Aufgaben nach Abschluss der Installation Wurde der neue Server und dessen physische Konfiguration überprüft, kann der Zielserver konfiguriert werden. Hierzu gehören das Konfigurieren der Hardware Management Console, das Migrieren der Konfigurationen vorhandener logischer Partitionen, das Neuanordnen der Hardware anhand der Anforderungen der logischen Partitionen und das Konfigurieren und Ändern der logischen Partitionen. Zudem müssen zu diesem Zeitpunkt auch alle Anwendungen und Daten migriert werden. Haben Sie die oben aufgeführten Punkte erledigt, müssen Sie als Abschluss des Upgrades den Server anhand des Testplans testen. 1 bis 2 Tage

Häufig auftretende Gründe oder Situationen für Abweichungen vom Zeitrahmen

Es gibt viele Gründe oder Situationen, die zu einer Änderung des oben aufgeführten Zeitrahmens führen können. In der folgenden Liste sind einige der häufig auftretenden Gründe oder Situationen für Abweichungen vom Zeitrahmen aufgeführt.

  1. Nicht zugeordnete Ressourcen

    Achten Sie darauf, dass die für die einzelnen Aufgaben zugeordneten Personen über das entsprechende Know-how verfügen. Ist dies nicht der Fall, kann das Upgrade länger dauern.

  2. Logische Partitionen

    Der Zeitaufwand für die Vorbereitung und die Installation erhöht sich mit jeder logischen Partition auf dem Server. Bei einer korrekten Planung und Vorbereitung sollte dies kein Problem sein. Server mit vielen logischen Partitionen benötigen jedoch einen längeren Zeitrahmen als Server mit wenigen oder nur einer einzigen Partition.

  3. Nicht unterstützte E/A-Einheiten

    Wenn Sie das Entfernen oder Ersetzen von nicht unterstützten E/A-Einheiten bei der Planung nicht berücksichtigen, sich aber während des Upgrades herausstellt, dass nicht unterstützte E/A-Einheiten vorhanden sind, müssen Sie die nicht unterstützten E/A-Einheiten entfernen oder durch unterstützte E/A-Einheiten ersetzen, wodurch sich der Zeitaufwand für das Upgrade erhöht.

  4. Nicht unterstützte Software

    Sie müssen genau wissen, welche Software mit dem Server und den Hardware-Features kompatibel ist. Wenn Sie beispielsweise ein Hardware-Feature vor dem Upgrade des Servers ändern wollen, müssen Sie je nach Voraussetzungen und Kompatibilität dieses Hardware-Features vor der Änderung des Hardware-Features möglicherweise ein Software-Upgrade ausführen. Auch wenn während der Vorbereitung kein Software-Upgrade erforderlich ist, kann sich herausstellen, dass in der Installationsphase vor dem Server-Upgrade ein Software-Upgrade als Voraussetzung erforderlich ist. Wurde die Software nicht korrekt geplant, sind möglicherweise weitere nicht eingeplante Stunden erforderlich, was zu einer Verschiebung des Zeitpunkts für das Upgrade oder gar zu einer Stornierung und erneuten Planung des Upgrades führen und zusätzliche Kosten verursachen kann.

Zugehörige Informationen
Zeitaufwand für Softwareinstallation schätzen

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