Datenmigration von SUSE Linux Enterprise Server vorbereiten

Führen Sie die Schritte für das Upgrade und die Vorbereitung von SUSE Linux Enterprise Server für die Datenmigration aus.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zur Vorbereitung einer Linux-Datenmigration. Diese Informationen decken nur eine Datenmigration von SUSE Linux Enterprise Server auf einem IBM iSeries- oder IBM eServer i5-Modell auf SUSE Linux Enterprise Server auf einem IBM System i5- oder eServer i5-Modell ab. Führen Sie als Vorbereitung der Datenmigration von einem Server mit SUSE Linux Enterprise Server die folgenden Aufgaben aus:

Quellenserver vorbereiten

  1. Überprüfen Sie, ob mindestens i5/OS Version 5 Release 3 benutzt wird.
  2. Sie müssen ein Upgrade auf SUSE Linux Enterprise Server 9 ausführen, bevor die Migration auf den Zielserver erfolgen kann.

    Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein Upgrade auf SUSE Linux Enterprise Server 9 auszuführen:

    1. Besorgen Sie sich eine Kopie der SLES 9-Installations-CD.
    2. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Linux-Server abzuhängen:
      1. Geben Sie den Befehl WRKCFGSTS *NWS ein. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
      2. Geben Sie eine 2 neben die Netzwerk-Server-Beschreibung ein, die Sie abhängen wollen. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
    3. Legen Sie die erste CD in das CD-ROM-Laufwerk der iSeries-Partition ein, deren Ressourcen gemeinsam genutzt werden.
    4. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Netzwerk-Server-Beschreibung des Linux-Servers so zu ändern, dass auf die Installations-Datenstromdatei der CD verwiesen wird:
      1. Geben Sie den Befehl CHGNWSD ein.
      2. Geben Sie die folgenden Informationen an:
        NWSD (Servername)
        IPLSRC (*STMF)
        IPLSTMF ('/QOPT/SU90.001/ISERIES64')
        IPLPARM (*NONE)
    5. Öffnen Sie eine Sitzung der virtuellen Konsole zu dem Linux-Server.
    6. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Netzwerk-Server-Beschreibung anzuhängen:
      1. Geben Sie den Befehl WRKCFGSTS *NWS ein. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
      2. Geben Sie eine 1 neben die Netzwerk-Server-Beschreibung ein, die Sie starten wollen. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
    7. Führen Sie die Schritte in YaST anhand der mit der Linux-Variante gelieferten Dokumentation aus.
  3. Führen Sie nach dem Upgrade auf SUSE Linux Enterprise Server 9 die folgenden Schritte aus, um die Netzwerk-Server-Beschreibung abzuhängen:
    1. Geben Sie den Befehl WRKCFGSTS *NWS ein. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
    2. Geben Sie eine 2 neben die Netzwerk-Server-Beschreibung ein, die Sie abhängen wollen. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
  4. Ändern Sie die Netzwerk-Server-Beschreibung des Linux-Servers so, dass sie auf den NWS-Speicherbereich verweist. Geben Sie den Befehl CHGNWSD und die folgenden Informationen ein:
    NWSD (Servername)
    IPLSRC (*NWSSTG)
    IPLSTMF (*NONE)
    IPLPARM ('/root=/dev/iseries/vda')
  5. Hängen Sie die Netzwerk-Server-Beschreibung an. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Netzwerk-Server-Beschreibung anzuhängen:
    1. Geben Sie den Befehl WRKCFGSTS *NWS ein. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
    2. Geben Sie eine 1 neben die Netzwerk-Server-Beschreibung ein, die Sie starten wollen. Drücken Sie dann die Eingabetaste.
  6. Suchen Sie einen mit einem IBM System i5- oder eServer i5-Modell kompatiblen Kernel für die Linux-Variante.
    Anmerkung: Auch bei einem Upgrade von einem IBM iSeries-Modell muss ein pSeries-Linux-Kernel installiert werden, damit die Kompatibilität mit einem IBM System i5- oder eServer i5-Modell gewährleistet ist.
  7. Greifen Sie mit einer der folgenden Methoden auf einen Installations-Kernel zu:
    • Linux-Installations-CDs
    • Netzbasierte Installationsquelle
  8. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um zu überprüfen, ob die CD-ROM angehängt ist:
    mount /dev/iseries/vcda /mnt/cdrom
    Anmerkung: Geben Sie in dem Befehl oben den entsprechenden Namen für die virtuelle Einheit ein.
  9. Laden Sie den neuesten SUSE Linux Enterprise Server 9 pSeries-Kernel auf die virtuelle Platte der Partition herunter. Ein pSeries-Linux-Kernel ist erforderlich, um die Kompatibilität mit dem IBM System i5- oder eServer i5-Modell sicherzustellen. Wurde für den Linux-Server ein Upgrade auf SLES 9 ausgeführt, läuft immer noch der iSeries-Kernel, und Sie müssen sich den pSeries-Kernel besorgen. Bei SUSE Linux Enterprise Server 9 befindet sich dieser Kernel möglicherweise auf der zweiten Installations-CD unter /suse/ppc. Nachfolgend wird ein Beispiel für das Herunterladen dieses Kernels gezeigt. Geben Sie erst den ersten Befehl und dann den zweiten Befehl ein, um den Namen des Linux-Kernels abzurufen. Geben Sie den letzten Befehl zum Kopieren des Kernels ein.
    cd /media/
    find . -name "kernel-pseries*"
    cp cdrom/suse/ppc/(Name des pSeries-Kernels) /root/
  10. Fahren Sie die logische Linux-Partition herunter.
  11. Sichern Sie den gesamten Server mit Option 21 des Befehls GO SAVE. Weitere Informationen enthält das Thema "GO SAVE". Geben Sie die folgenden Optionen an:
    1. Netzwerkserver abhängen......*ALL
    2. Dateisysteme abhängen........J
    Anmerkung: Erstellen Sie zwei Kopien der Sicherungsdatenträger.
  12. Benutzen Sie Linux-Sicherungs-Tools zum Sichern aller kritischen Daten auf der virtuellen Platte.
  13. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den NWS-Speicherbereich (NWSSTG) zu sichern und zu übertragen:
    1. Überprüfen Sie, ob die logische Linux-Partition heruntergefahren wurde.
    2. Erstellen Sie mit dem Befehl CRTSAVF (Sicherungsdatei erstellen) eine Sicherungsdatei. Mit dem folgenden Befehl wird beispielsweise die Sicherungsdatei TEST1 in der Bibliothek QGPL erstellt:
      QGPL: CRTSAVF FILE(QGPL/TEST1)
    3. Sichern Sie den NWS-Speicherbereich in der Sicherungsdatei. Jeder NWS-Speicherbereich hat unter /QFPNWSSTG ein Verzeichnis, das denselben Namen wie der NWS-Speicherbereich hat. Dieses Verzeichnis enthält eine Steuerdatei und Dateien, die die virtuelle Platte enthalten. Mit dem folgenden Befehl würde beispielsweise der NWS-Speicherbereich LINUX530 gesichert:
      SAV
      DEV('/QSYS.LIB/QGPL.LIB/TEST1.FILE')
      OBJ('/QFPNWSSTG/LINUX530' *INCLUDE)
      SUBTREE(*ALL)
      Anmerkungen:
      1. Befindet sich der NWS-Speicherbereich in einem sekundären Zusatzspeicherpool (ASP), müssen zwei Sicherungsdateien erstellt werden. Befand sich in dem vorherigen Beispiel der NWS-Speicherbereich LINUX530 im Speicherbereich ASP2, muss auch von /DEV/QASP02/LINUX530.UDFS eine Sicherungsdatei erstellt werden.
      2. In diesem Schritt wird eine Sicherungsdatei erstellt. Sie können die Sicherungsdatei mit FTP (File Transfer Protocol) an den Zielserver senden.
      3. In diesem Schritt wird vorausgesetzt, dass Sie FTP zur Übertragung der Sicherungsdatei verwenden. Sie können die Sicherungsdatei jedoch auch über eine Sicherung und Wiederherstellung übertragen. Weitere Informationen enthält das Buch Sicherung und Wiederherstellung.
      4. Informationen zum Sichern der Partitionen auf Datenträger enthält das Thema "Sicherung und Wiederherstellung".

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