Die Partitionsmobilität ist die Funktionalität, die es ermöglicht, eine logische Partition inklusive Betriebssystem und Anwendungen von einem System auf ein anderes System zu migrieren. Es können aktive und inaktive Partitionen migriert werden. Bei der Migration aktiver Partitionen können Sie eine aktive logische Partition von einem auf ein anderes System migrieren; Sie müssen dazu keine Anwendungen abschalten. Bei der Migration inaktiver Partitionen können Sie eine ausgeschaltete logische Partition von einem System auf ein anderes migrieren.
Die Umgebung zur Partitionsmigration besteht aus den folgenden Abschnitten:
| Abschnitt der Umgebung zur Partitionsmigration | Beschreibung |
|---|---|
| Quellensystem | Das System, von dem die logische Partition verschoben werden soll. |
| HMC (Hardware Management Console) | Das Verwaltungstool, das zum Verschieben der logischen Partition vom Quellensystem in das Zielsystem verwendet werden soll. Das Quellen- und das Zielsystem müssen von derselben HMC (oder vom selben redundanten HMC-Paar) verwaltet werden. |
| Zielsystem | Das System, in das die logische Partition verschoben werden soll. |
| Migrationspartition | Die logische Partition, die vom Quellensystem in das Zielsystem verschoben werden soll. |
| Logische Partition des virtuellen E/A-Quellenservers | Die logische Partition des virtuellen E/A-Servers auf dem Quellensystem stellt die Migrationspartition mit Speicher und Netzressourcen bereit. Bei der Migration aktiver Partitionen handelt es sich hierbei zugleich um die Mover-Servicepartition (MSP), die die Statusinformationen der Partition zur Zielumgebung überträgt. |
| Logische Partition des virtuellen E/A-Zielservers | Die logische Partition des virtuellen E/A-Servers auf dem Zielserver, die die Migrationspartition samt Speicher und Netzressourcen bereitstellt, nachdem die Migrationspartition verschoben wurde. Bei der Migration aktiver Partitionen handelt es sich hierbei zugleich um die Mover-Servicepartition (MSP), die die Statusinformationen von der Quellenumgebung empfängt. |
| Speicherbereichsnetz | Stellt für Migrationspartition sowohl von der Quellen- als auch von der Zielumgebung aus den Zugriff auf denselben Speicher zur Verfügung. Die Migrationspartition empfängt ihre Speicherressourcen sowohl auf dem Quellen- als auch auf dem Zielsystem vom virtuellen E/A-Server. Sowohl der virtuelle E/A-Quellenserver als auch der virtuelle E/A-Zielserver sind mit dem Speicherbereichsnetz verbunden. Dem E/A-Quellenserver und dem E/A-Zielserver ist derselbe physische Speicher zugeordnet, sodass die Migrationspartition sowohl von der Quellen- als auch von der Zielumgebung aus auf den Speicher zugreifen kann. |
| LAN (Local Area Network, lokales Netz) | Das LAN stellt die Mittel zum Übermitteln von Statusinformation zur Partition von der Quellenumgebung zur Zielumgebung bereit. Die Migrationspartition empfängt ihre Netzressourcen sowohl auf dem Quellen- als auch auf dem Zielsystem vom virtuellen E/A-Server. Sowohl der virtuelle E/A-Quellenserver als auch der virtuelle E/A-Zielserver verwenden einen gemeinsam genutzten Ethernet-Adapter, um ihre virtuellen Netze mit dem LAN zu verbinden. Auf diese Weise wird die Verbindung bereitgestellt, die zum Übertragen der Statusinformationen zur Partition von der Quellenumgebung zur Zielumgebung erforderlich ist. Zudem sollten die Quellen- und die Zielumgebung so konfiguriert sein, dass die Migrationspartition mit der Datenübertragung mit den erforderlichen Clients und Servern fortfahren kann, nachdem sie von der Quellenumgebung in die Zielumgebung verschoben wurde. |
Für die Partitionsmigration müssen Sie Ihre Umgebung ordnungsgemäß vorbereiten. Wenn die Umgebung nicht ordnungsgemäß konfiguriert ist, schlägt die Migration fehl. Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Vorbereiten der Umgebung für die Partitionsmigration finden Sie in der Dokumentation zur Partitionsmobilität.