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* In Ergnzung zum Handbuch enthlt diese Datei wichtige Hinweise zu *
* HDDRIVER 11.09. Bitte lesen Sie diesen Text sorgfltig durch.      *
*                                                                    *
* 1. Die wichtigsten nderungen der letzten Versionen                *
* 2. MagiC DMA-Hintergrund-bertragung                               *
* 3. Der SCSI-Treiber                                                *
* 4. Phasenwechsel-Laufwerke                                         *
* 5. Falcons mit Prozessor-Karten                                    *
* 6. GUID-Partitionstabellen (GPT)                                   *
* 7. Sonstiges                                                       *
* 8. Danksagung                                                      *
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1. Die wichtigsten nderungen der letzten Versionen

- HDDRIVER: Mit dem integrierten SCSI-Treiber lassen sich nicht mehr nur
  SCSI- sondern auch IDE- und SATA-Festplatten > 2 TiB mit ihrer vollen
  Kapazitt ansprechen. (10.00)
- HDDRIVER: Die SCSI-Emulation fr IDE-Laufwerke untersttzt
  READ/WRITE/VERIFY (16) und READ CAPACITY (16). (10.00)
- HDDRIVER: Verbesserte Abbildung von IDE- auf SCSI-Fehlercodes. (10.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Untersttzung des "Reduced Block Commands"-Befehlssatzes
  (RBC), fr Gerte mit eingeschrnkten Leistungsmerkmalen. (10.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Verbesserte Untersttzung fr Massenspeicher, die die
  Kommandos READ/WRITE (6) nicht untersttzen. (10.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Zahlreiche Optimierungen zur Reduzierung des
  Speicherbedarfs. (10.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: HDDRIVER.SYS lsst sich im TT-RAM installieren, wenn
  die entsprechende Option unter "Datei->Einstellungen" aktiviert wird.
  Dies macht bei Ataris mit Fast RAM und IDE-Schnittstelle Sinn, um die
  IDE-bertragungsrate zu erhhen. Beachten Sie, dass Festplattentreiber,
  die im TT-RAM liegen, nicht vom ACSI-Bus gebootet werden knnen. (10.00)
- HDDRUTIL: Untersttzung fr 64-Bit-Sektornummern. (10.00)
- HDDRUTIL: Die Funktionen zum Lschen, Kopieren, Laden, Speichern und
  Testen von Sektoren untersttzen Medien > 2 TiB. (10.00)
- HDDRUTIL: Beim Laden und Speichern von Medien-Abbildern sowie beim
  Sektortest lassen sich Startsektor und Sektorzahl einstellen. (10.00)
- HDDRUTIL: Um zustzliche Busse besser zu untersttzen wurde ein neues
  Fenster mit einer Liste aller verfgbaren Busse hinzugefgt. (10.00)
- HDDRUTIL: Alle Fenster lassen sich schlieen. Ob sie geffnet oder
  geschlossen sind, lsst sich im neuen "Fenster"-Men einstellen. (10.00)
- HDDRUTIL: Der Gerte-Check sortiert die Busse nach ihrer SCSI-Treiber-
  ID. (10.00)
- HDDRUTIL: Mit "Bus scannen" wird nur der ausgewhlte Bus nach Gerten
  gescannt. (10.00)
- HDDRUTIL: Wenn ein Bus, Gert oder Laufwerk selektiert ist werden die
  zugehrigen Busse, Gerte oder Laufwerke markiert. (10.00)
- HDDRUTIL: Falls mglich wird im Gerte-Fenster die Kapazitt eines
  Gertes/Mediums angezeigt. (10.00)
- HDDRUTIL: "Gerteinformation" zeigt an, ob der SCSI-Treiber fr das Gert
  alle SCSI-Kommandoklassen untersttzt. (10.00)
- HDDRUTIL: Die neue Funktion "Medien-Details" zeigt Details zum
  ausgewhlten Massenspeicher-Medium an. (10.00)
- HDDRUTIL: Bessere Kapazittsausnutzung bei Windows- und TOS/Windows-
  kompatibler Partitionierung. (10.00)
- HDDRUTIL: Beim Partitionieren werden im Sektor-Modus bei Windows- oder
  TOS/Windows-kompatibler Partitionierung keine automatischen Anpassungen
  der Partitionsgrenzen mehr durchgefhrt. Der Sektor-Modus ist nur fr
  Experten gedacht. (10.00)
- HDDRUTIL: HDDRUTIL benutzt das REPORT LUNS-Kommando, falls es von einem
  Gert untersttzt wird, um die berprfung auf vorhandene LUNs zu
  optimieren. (10.00)
- HDDRIVER: Bis zu 15% hhere IDE-bertragungsraten verglichen mit
  allen frheren Versionen. (10.01)
- HDDRIVER: Schnelleres Byte-Swapping. (10.01)
- HDDRIVER: Optimierungen zur Reduzierung des Speicherbedarfs. (10.01)
- HDDRIVER: Ein Problem in HDDRIVER 10.00 bei der automatischen Erkennung
  ICD-kompatibler Adapter/Gerte mit ACSI-IDs > 0 wurde beseitigt. (10.01)
- HDDRIVER: Hhere IDE-bertragungsraten von/zu ungeraden Adressen bei STs
  mit 68020 und neuer. (10.02)
- HDDRIVER: Der SCSI-Treiber konvertiert die ATAPI/SATA-Packet-Kommandos
  READ/WRITE (6) nicht mehr nach READ/WRITE (10). Diese Kommandos werden nun
  unverndert durchgereicht. (10.02)
- HDDRIVER: Weitere Grenoptimierungen. HDDRIVER 10 ist der kompakteste
  HDDRIVER seit HDDRIVER 6. (10.02)
- HDDRUTIL: "Details anzeigen" zeigt fr das selektierte Laufwerk auch
  XHDI-bezogene Informationen an. (10.02)
- HDDRUTIL: Partitionieren erfordert keinen XHDI-kompatiblen Treiber
  mehr, SCSI-Treiber-Kompatibilitt ist ausreichend. (10.02)
- HDDRUTIL: Verbesserte Windows-Kompatibilitt der von HDDRUTIL erzeugten
  FAT32-Partitionen. (10.02)
- HDDRUTIL: Problem beim Laden/Speichern von Partitions-Abbildern
  behoben. (10.02)
- HDDRIVER: Timeouts werden nun dynamisch anhand der Zahl der zu
  bertragenden Bytes berechnet. (10.03)
- HDDRUTIL: "Details anzeigen" zeigt auch bei Laufwerken mit ungltigem
  BPB XHDI-Informationen an. (10.03)
- HDDRUTIL: Verbesserte Erkennung bytegeswappter TOS-kompatibler
  Medien. (10.03)
- HDDRUTIL: Beim Aufruf des Partitionierungs-Dialogs oder der Funktion
  "Partitionen bearbeiten" fr ein Medium mit GUID-Partitionstabelle (GPT)
  wird eine Warnung angezeigt. (10.03)
- HDDRIVER: Untersttzung fr UEFI GUID-Partitionstabellen (GPT). (10.10)
- HDDRUTIL: Unbekannte GUID-Typen lassen sich unter "Gerte und Partitionen"
  auf den XHDI-Typ RAW abbilden. (10.10)
- HDDRUTIL: Der neue Menpunkt "Bootsektor prfen" berprft, ob eine
  Partition kompatibel mit dem gerade laufenden Betriebssystem und den
  aktuellen XHDI-Limits ist. Sie zeigt die Bootsektor-Parameter und, in
  Klammern, die Limits an. Parameter, die nicht kompatibel mit den aktuellen
  Limits sind, sind ausgegraut. Betroffene Partitionen erfordern
  mglicherweise eine neuere Version von TOS oder Software wie Big-DOS, um
  nutzbar zu sein. (10.11)
- HDDRUTIL: Klicken auf "Sichern" in den HDDRUTIL-Einstellungen sichert
  die Einstellungen und schliet den Dialog. Der Button "Einstellungen jetzt
  sichern" wurde entfernt. (10.12)
- HDDRUTIL: Der "Partitionieren"-Dialog zeigt den Byte-Swapping-Status
  an. (10.12)
- HDDRUTIL: Fehler behoben, der bei TOS/Windows-kompatibler Partitionierung
  zu einer falschen Berechnung der Partitionsdaten fr andere als der ersten
  Partition fhren konnte. Dieser Fehler wirkte sich nur bei Betriebssystemen
  aus, die mehr als eine Windows-kompatible Partition pro Medium
  untersttzen. (10.14)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Verbesserte Behandlung von Bootsektoren bei Medien mit
  einem Super-Floppy-Layout (Medien ohne Rootsektor). (10.15)
- HDDRUTIL: Der Medienauswurf untersttzt beliebige Gerte, beispielsweise
  auch Streamer. (10.15)
- HDDRIVER: Die SCSI-Emulation fr IDE/SATA-Gerte meldet einen Fehler
  beim Versuch, zu ATA-4 oder neuer kompatible Platten zu formatieren.
  ATA-4 und neuer untersttzen das FORMAT-Kommando nicht mehr. (10.16)
- HDDRUTIL: Um Platz auf dem Bildschirm zu sparen wurden die Informationen
  in den Info-Balken in die Fenster-Titel verschoben. (10.16)
- HDDRUTIL: Laufwerks-, Gerte- und Bus-Fenster haben keine Mindestbreite
  mehr. (10.16)
- HDDRIVER: Mehr als 4 Partitionen im Rootsektor ohne XGM-Struktur (nicht
  AHDI-kompatibel) werden nicht mehr untersttzt. (10.17) 
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Regression (seit HDDRIVER 10.00) behoben, die auf
  einem Milan zum Absturz oder Einfrieren beim Booten oder beim Gerte-Check
  fhren konnte. (10.17)
- HDDRUTIL: Beim System-Neustart nach einer Partitionierung wird MiNT
  ordentlich heruntergefahren. (10.17)
- HDDRIVER: Optionale Nutzung des Blitters beschleunigt IDE-bertragungen
  um bis zu 20%, insbesondere bei STs. (11.00)
- HDDRIVER: Untersttzung fr 4Kn-SATA-Festplatten mit 4096 physikalischen
  Bytes pro Sektor (Advanced Format Drive, AFD). Es ist zu beachten, dass
  TOS von solchen Platten nicht booten kann: Ein Bootversuch blockiert die
  IDE-Schnittstelle, so dass sich diese Platten nicht als Master am
  primren IDE-Port betreiben lassen. (11.00)
- HDDRIVER: HDDRIVER meldet seinen Namen am SCSI-Bus nur dann, wenn seine
  Target-ID (in der Regel 7) in "Gerte und Partitionen" explizit aktiviert
  ist und das SCSI-Treiber-Target-Interface verfgbar ist (s. u.). (11.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Zahlreiche Code-Optimierungen. (11.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: HDDRUTIL kann nun zwei Ausprgungen von HDDRIVER
  installieren: Eine mit und eine ohne SCSI-Treiber-Target-Interface. Die
  Version ohne Target-Interface ist fast 3 KiB kleiner. Nur mit
  Target-Interface agiert HDDRIVER bei TT und Falcon als SCSI-Target und
  kann SCSI-Befehle ausfhren, die von anderen Gerten am SCSI-Bus
  geschickt werden. Die HDDRUTIL-Einstellungen bieten eine Option, die
  gewnschte HDDRIVER-Ausprgung fr "HDDRIVER installieren"
  auszuwhlen. (11.00)  
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Wird HDDRIVER mit aktivierter Option "HDDRIVER-Module
  ausfhren" installiert, werden noch vor dem Laden von HDDRIVER.SYS
  Module ausgefhrt. Solche Module sind insbesondere dazu gedacht,
  zustzliche Gertetreiber zu installieren. Mehr Informationen zu
  HDDRIVER-Mdulen finden sich auf der HDDRIVER-Website. (11.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: Untersttzung von Medien mit einer physikalischen
  Sektorgre von bis zu 4096 Bytes. (Bisherige Versionen untersttzten
  bis zu 2048 Bytes.) (11.00)
- HDDRIVER/HDDRUTIL: HDDRIVER kann den Cookie-Jar um eine bei den
  "Grundeinstellungen" konfigurierbare Zahl an Eintrgen vergrern. Wie
  bisher vergrert HDDRIVER den Cookie-Jar falls erforderlich
  automatisch, um alle eigenen Cookies setzen zu knnen. (11.00)
- HDDRUTIL: Alle Einstellungen zur Beschleunigung der Datenbertragung
  befinden sich nun unter "Durchsatz". (11.00)
- HDDRUTIL: Die SCSI-spezifischen Einstellungen fr TT und Falcon werden
  nun unter "Bootparameter" konfiguriert. (11.00)
- HDDRUTIL: "Details anzeigen" zeigt die physikalischen und logischen
  Sektorgren an. Bei AFD-Platten (Advanced Format Drive) knnen sich
  diese unterscheiden, z. B. bei 512e-SATA-Platten. (11.00)
- HDDRUTIL: Bei Bearbeiten von Partitionen lsst sich bei TOS/Windows-
  kompatiblen Medien auswhlen, ob die TOS- oder Windows-Partitionsdaten
  bearbeitet werden sollen. (11.00)
- HDDRUTIL: Wird ein Gert bei gedrckter [Control]-Taste ausgewhlt (bis
  der "Formatieren"-Dialog erscheint), ist die Formatieren-Funktion in
  jedem Fall zugnglich, unabhngig vom Gerte-Status. (11.00)
- HDDRUTIL: "Konfiguration exportieren" exportiert nun auch die im NVRAM
  konfigurierte SCSI-ID. (11.00)
- HDDRUTIL: Aktualisierungen der Hilfe-Texte. (11.00)
- HDDRUTIL: Fehler in der Treiberinstallation behoben, der zum Absturz beim
  Booten mit HDDRIVER 11 vom ACSI-Bus mit TOS-Versionen lter als TOS 2.0
  fhren konnte. (11.01)
- HDDRIVER: Ein Fehler in der XHDI-Implementierung wurde behoben, der zu
  einer Fehlfunktion bei der Nutzung bytegeswapper Medien mit Big-DOS oder
  MiNT fhrte. (11.02)
- AUTOPARK: Ein Problem bei der Initialisierung als Accessory statt als
  Applikation wurde behoben, das einen Absturz beim Anzeigen der Desktop-Info
  verursachen konnte. (11.02)
- HDDRIVER: Problem behoben, das bei Kombination von beschleunigter IDE-
  bertragung und Blitter-Untersttzung zu scheinbaren Tastendrcken bei
  Mausbewegungen fhren konnte. (11.03)
- HDDRUTIL: Die Bus- und Gerte-IDs unter "Gerte und Partitionen" sind fr
  jedes Gert editierbar und nicht mehr nur fr Gerte mit einer Bus-ID
  hher als 2. (11.03)
- HDDRIVER: Verbesserte Kompatibilitt zu manchen Delock IDE-DOMs. (11.04)
- HDDRUTIL: Fehler in der Auswertung der Sektorzahl-Eingabe beim Sektortest
  und beim Kopieren von Medien behoben. (11.05)
- HDDRUTIL: Verbesserte Fehlermeldungen bei der Auswertung der Sektor-
  Eingaben beim Sektortest und beim Kopieren von Medien. (11.05)
- HDDRUTIL: Whrend des Sektortests wird die Gesamtzahl der Sektoren des
  Mediums angezeigt. (11.05)
- HDDRUTIL: Fehler beim Partitionieren behoben, der verhinderte, dass
  TOS/Windows-kompatible Partitionen < 16 MB tatschlich Windows-kompatibel
  sind. (11.06)
- HDDRIVER: Fehler bei der IDE-bertragung mit Blitter-Untersttzung auf
  ungerade Adressen behoben. (11.07)
- HDDRUTIL: Schnelleres Kopieren von Medien durch bessere Ausnutzung des
  verfgbaren Hauptspeichers. (11.08)
- HDDRUTIL: Intelligentere Abfrage der Gerteinformationen bei Gerten, bei
  denen es sich nicht um Massenspeicher handelt. (11.08)
- HDDRUTIL: Fehler bei der Erzeugung TOS/Windows-kompatibler Partitionen
  > 32 MB mit TOS 1.00/1.02-Kompatibilitt beseitigt. (11.09)

Diese Auflistung umfasst nur einen Teil der Neuerungen. Weitere Informationen
zu nderungen gibt es auf https://www.hddriver.net. Bei Bedarf kann ein neues
Handbuch auf dem Stand des aktuellen HDDRIVER bestellt werden.

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2. MagiC DMA-Hintergrund-bertragung

Der bertragungsmodus "Hintergrund-bertragung" in Verbindung mit MagiC auf
dem Atari darf nur dann genutzt werden, wenn alle Treiber fr Gerte am
ACSI- oder SCSI-Bus den in HDDRIVER integrierten SCSI-Treiber benutzen. Wer
diesen Hinweis nicht beachtet riskiert Fehlfunktionen und Datenverluste.
METADOS ist nicht fr Hintergrund-Transfers geeignet. Abhilfe schaffen die
CD-ROM-Treiber ExtenDOS pro oder SPIN!.
Die Zeile mit dem Schlsselwort "_TSL" muss bei Hintergrund-Transfers aus der
Datei MAGX.INF entfernt werden.

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3. Der SCSI-Treiber

Der SCSI-Treiber ist eine standardisierte Software-Schnittstelle, die die
Benutzung beliebiger SCSI-Peripherie (mit HDDRIVER auch ATAPI, IDE und SATA)
mit dem Atari und Milan ermglicht.
HDDRIVER und alle Tools lassen sich auch unter MagiCMac und MagiCPC verwenden.
Voraussetzung ist, dass ein SCSI-Treiber fr diese Systeme installiert ist.
Ein Hinweis zu MagiCPC: Bei Verwendung von HDDRIVER sollte weder CBHD.PRG,
noch CBHD.CPX installiert sein, sondern nur SCSIDRV.PRG. Andernfalls kann es
beim Start von HDDRIVER zu Abstrzen kommen. Die Installation von CBHD
zustzlich zu HDDRIVER ist nicht zu empfehlen. Sie fhrt auf allen Plattformen
zu Funktionalitts-Verlusten, weil CBHD nicht die neuesten Revisionen von XHDI
und SCSI-Treiber untersttzt.

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4. Phasenwechsel-Laufwerke

Phasenwechsel-Laufwerke (Phasewriter Dual, PD/CD) sind eine Kombination aus
optischem Laufwerk und CD-ROM-Laufwerk. Es lassen sich zwei Betriebsmodi
einstellen: Mac-kompatibel und PC-kompatibel. Am Atari kommen beide Modi in
Betracht. Im Mac-kompatiblen Modus belegt das PD-Laufwerk eine einzige SCSI-ID
mit der logischen Gertenummer 0 (LUN 0). Um in diesem Modus sowohl PD-Medien
als auch CD-ROMs ansprechen zu knnen, mssen der Festplattentreiber und der
CD-ROM-Treiber dasselbe Gert verwalten. Im PC-kompatiblen Modus meldet sich
das PD-Laufwerk zweimal, und zwar als optisches Laufwerk unter LUN 0 sowie als
CD-ROM-Laufwerk unter LUN 1. Um ein PD-Laufwerk im PC-kompatiblen Modus zu
betreiben ist ein CD-ROM-Treiber erforderlich, der CD-ROM-Laufwerke mit der
unter LUN 1 ansprechen kann.
Falls das PD-Laufwerk im Mac-Modus betrieben wird, muss in HDDRUTIL unter
"Wechselmedien" die Option >Multimedia-Laufwerk verwalten< eingestellt
werden. Im PC-Modus sollte diese Option abgeschaltet sein.

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5. Falcons mit Prozessor-Karten

Keine der verfgbaren Prozessor-Erweiterungen fr den Falcon ist voll
kompatibel zu einem unmodifizierten Falcon.

Der Afterburner bindet den 68040 nicht korrekt in das Gesamtsystem ein,
insbesondere was den Prozessorcache betrifft. Dies fhrt dazu, dass Zugriffe
auf den SCSI-Bus je nach Initialisierung des Afterburners (hierzu stehen
verschiedenene Programme zur Verfgung) nicht korrekt ablaufen und das Booten
von SCSI-Platten oft nicht mglich ist.
Falls SCSI-Platten bei Falcons mit Afterburner nicht erkannt werden, hilft ein
Trick: Installieren Sie zunchst HDDRIVER und aktivieren Sie unter "Gerte und
Partitionen" lediglich die interne IDE-Platte. Legen Sie die Initialisierungs-
Software fr den Afterburner als erstes Programm in den AUTO-Ordner, gefolgt
von HDDRIVER.PRG. Konfigurieren Sie anschlieend diese Datei statt
HDDRIVER.SYS mit HDDRUTIL.
Beachten Sie ferner die Hinweise zum Programm AB040FIX im Ordner FIXES auf der
HDDRIVER-Treiberdiskette.

CT060-Karten mit alter Firmware sind fehlerhaft, was die Interrupt-Behandlung
betrifft. Mit aktueller Firmware wurde HDDRIVER erfolgreich getestet. Bei
Problemen ist also ein Firmware-Update erforderlich.

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6. GUID-Partitionstabellen (GPT)

HDDRIVER untersttzt in GUID-Partitionstabellen definierte Partitionen,
sofern sich deren Sektornummern im 32-Bit-Bereich bewegen. (Detaillierte
Informationen zu GUID-Partitionstabellen liefert beispielsweise Wikipedia.)
Beim Partitionieren zeigt HDDRUTIL die GUID-Partitionen an, legt aber
weiterhin nur MBR-Partitionstabellen an.

HDDRIVER bildet GUID-Typen wie folgt auf MBR-Typen ab:

 GUID-Typ                             | Windows/Linux- oder TOS-Typ
--------------------------------------|----------------------------------
 EBD0A0A2-B9E5-4433-87C0-68B6B72699C7 | $0E (FAT16 LBA), $0C (FAT32 LBA)
--------------------------------------|----------------------------------
 0FC63DAF-8483-4772-8E79-3D69D8477DE4 | $83
--------------------------------------|----------------------------------
 734E5AFE-F61A-11E6-BC64-92361F002671 | "BGM", "F32"

Optional lassen sich unter "Gerte und Partitionen" alle anderen GUID-Typen
auf den XHDI-Typ RAW abbilden, indem die entsprechende Option aktiviert wird.

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7. Sonstiges

Vor der Installation von HDDRIVER auf Platten mit mehr als vier Partitionen,
auf denen bisher der ICD-Treiber installiert war, ist die Anwendung des
Programms ICD2AHDI (im CONTRIB-Verzeichnis des HDDRIVER-Lieferumfangs)
erforderlich. Alte Versionen der ICD-Software verwenden keine Atari-kompatible
Partitionierung, sondern ein eigenes Format. Mehr Informationen hierzu im
README zur Software ICD2AHDI.

HDDRIVER gehrt nicht in den AUTO-Ordner, auer unter MagiCMac oder MagiCPC
und eventuell auf Falcons mit Afterburner (s. o.). Die Treiberinstallation
erfolgt stets mit "HDDRIVER installieren" und auf keinem anderen Weg.

Beim Booten von beliebigen Partitionen werden Accessories nur dann von einem
anderen Laufwerk als C: geladen, wenn sich auf C: keine Accessories befinden.
Um von anderen Partitionen zu Booten empfiehlt es sich daher, auf C: als
Bootpartition vollstndig zu verzichten und dort auch keine Accessories
abzulegen. Es ist allerdings zu beachten, dass unter TOS manche
Gertetreiber, die Dateien nachladen, diese Dateien eventuell nicht finden.

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8. Danksagung

Mein Dank gilt allen, die sich am Testen von HDDRIVER beteiligt haben, sowie
denjenigen, von denen die Software im Ordner CONTRIB stammt. Bei Fragen zu
dieser Software wenden Sie sich bitte an die Autoren.
Bei Karl-Ludwig Dietsch und Sascha Uhlig bedanke ich mich fr die berlassung
der Icons in der Datei ICONS.RSC.

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Bei Problemen mit HDDRIVER werfen Sie bitte zunchst einen Blick in das
Handbuch und die Hilfstexte der einzelnen Dialogfenster. Erfahrungsgem
lassen sich die meisten Fragen auf diesem Weg klren. Auerdem gibt es
Informationen in der FAQ und im HDDRIVER-Forum auf der HDDRIVER-Website:

  https://www.hddriver.net


    Uwe Seimet, 23. Oktober 2021
