Ansto fr den Einbau war der Wunsch nach einer zustzlichen seriellen
Schnittstelle an meinem Mega ST. Dabei sollte die MIDI - ACIA nicht umgebaut
werden. Ich endschied mich fr den einfachsten Weg und baute eine zweite MFP
ein, da dafr schon ein Vorbild vorhanden war (ATARI TT). Auerdem kann man sie
Huckepack auf die schon Vorhandene auflten. Als Abfall stehen einem noch die 8
I/O-Leitungen und die Timer zur Verfgung.
Die Adressdekodierung kann natrlich auch auf andere Art und Weise erfolgen.
Das Signal /dev steht an der GLUE Pin 25 zur Verfgung. Beim Einbau ist zuerst
Pin 34 (/IEI) am ST-MFP zu unterbrechen. In der Daisy chain des MFP-Interrupt
liegt die neue MFP in der Prioritt vor dem alten 68901, genauso wie im TT.
Dann wird der neue 68901 auf dem alten aufgeltet. Es werden folgende Pins
geltet:
   1     R/W
   2     A1
   3     A2
   4     A3
   5     A4
   6     A5
   11    Vcc
   21    /reset
   32    /irq
   35    clk
   36    GND
   37    D0
   38    D1
   39    D2
   40    D3
   41    D4
   42    D5
   43    D6
   44    D7
   45    /iack
   46    /dtack
   47    /ds

Alle anderen Pins mssen vorher hochgebogen werden. Da die zweite serielle
Schnittstelle nur das Xon/Xoff-Protokoll beherrschen soll kommt man mit jeweils
einem Leitungstreiber fr Ein- und Ausgang aus. Fr den Ausgangstreiber kann
man den ungenutzten Vorhandenen benutzen. Fr den Eingang kann man einen 1489
einbauen, einfacher gehts mit einer Schaltung mit einem Transistor, welche fr
den gewnschten Zweck ausreicht.
Die Software installiert die Schnittstelle im Betriebssystem. Daher sollte sie
im Autoordner liegen, kann jedoch auch nachtrglich gestartet werden. Da sie in
die Bconmap-Struktur eingebunden wird luft sie erst ab TOS 2.06. Getestet
wurde sie im ROM-TOS und im TOS als RAM-Version.
Benutzen kann man die Schnittstelle z.B unter MiNT bzw. MultiTOS. Sie wird als
U:\dev\modem2 angesteuert. Hat man einen Terminal angeschlossen kann man durch
Eingabe von mintshel > u:\dev\modem2 < u:\dev\modem2 die Ein/Ausgabe der Shell
auf das Terminal umleiten.
Da RUFUS die Schnittstellen direkt anspricht gibt es leider Schwierigkeiten, da
orginalerweise die Schnittstelle mit der Bconmap-Nummer7 im SCC liegt, daher
natrlich Bomben. Ich halte es sowieso nicht fr gnstig, die Hardware direkt
durch das Programm zu steuern, dafr ist das Betriebssystem zustndig. Daher
sollte man die zugegebenermaen fehlerhaften Routinen im TOS durch Patches
korrigieren und die Schnittstellen ber die GEMDOS - Funktionen ansteuern.
Vieleicht gibt es auch mal eine RUFUS - Version, welche das Vorhandensein der
Schnittstellen selbst testet und sich entsprechend verhlt. ber eine solche
Version wrde ich mich freuen, sie kann an folgende Adresse geschickt werden:

Andre Saischowa
Hutungstrae 4
03044 Cottbus
oder
EMail: Andre Saischowa @ CB

P.S. Beim Orginalnachbau bitte die Selektleine $FFFFFAC0 nicht fr andere
zustzliche Hardware benutzen, daran hngt mein Transputerlink. Falls Interesse
an der hardwaremigen Realisierung deselben kann man mir ja mal schreiben.
Der Treiber ist kompatibel zu der c`t - Verffentlichung zum ALIA-Link. Ich
bin auch immer an Transputersoftware interessiert.

